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IMS LD |
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IMS LD:
Instructional Management System Learning Design (IMS LD)Für die Modularisierung, die Wiederverwendbarkeit und den Austausch von Inhalten mediengestützter Bildungsprozesse ist eine Trennung von Lernsystem und Lehrinhalt notwendig (KLEBL 2003). Damit die Lerninhalte selbst zwischen Institutionen ohne größere Reibungsverluste ausgetauscht und wiederverwendet werden können, müssen sie in einem einheitlichen Datenformat erstellt werden. XML (extensible markup language) bietet dazu die Grundlage. Die Organisation IMS (www.imsglobal.org/) hat mit der IMS Learning Design Specification Version 1.0 vom Februar 2003 eine XML basierte Möglichkeit veröffentlicht (www.imsproject.org/learningdesign/index.cfm) Lehrinhalte darzustellen. Diese Spezifikation soll in Zukunft einen Standard zur Beschreibung von Lehr-/Lerninhalten bilden. Die an der OUNL entwickelte Beschreibungssprache für Lehrinhalte EML stellte die Grundlage von IMS LD dar. Als Inhaltsmodell zur Verpackung von Lerneinheiten wird eine andere IMS Spezifikation vorgeschlagen (www.imsproject.org/content/packaging/index.cfm IMS Content Packaging Specification Version 1.1.3). Sie erlaubt es die Organisation einzelner Ressourcen in einem Container zu beschreiben. Das XML-Binding (implementiert in Form eines XML Schemas) von IMS LD wird in Form eines XML-Schema angeboten. GLAHN (2002) hält fest: "Neben der IEEE Learning Objects Metatdata Spezifikation (IEEE LOM) (Hodgins et al. 2001) und der Materialbeschreibung des IMS Content Packageing fokussiert IMS LD die didaktischen Aspekte innerhalb eines Lernobjekts. Obwohl IMS LD eigentlich kein Standard, sondern lediglich eine Spezifikation ist, muss diese im Zusammenhang mit dem LOM beachtet werden, da das IMS dem Learning Technology Standardization Committee (LTSC) des IEEE zuarbeitet. IMS LD kann daher als eine Vorstufe eines zukünftigen Standards gesehen werden (Liber 2002)." Die Spezifikation IMS LD ist aus der Educational Modelling Language (EML) hervorgegangen. EML wurde an der Open University of the Netherlands (OUNL) entwickelt. Die OUNL ist laut KNEBEL (2002) in verschiedenen Gremien, die Spezifikationen/Standards erarbeiten (CEN/ISSS WS-LT, PROMETEUS, IMS), vertreten. Das besondere an IMS LD ist, dass nicht bloß Lerninhalte, sondern auch Rollen, Beziehungen, Interaktionen und Aktivitäten von Lernenden und Lehrenden integriert werden. Dabei können verschiedene Lernmodelle berücksichtigt werden (z.B. problemorientiertes lernen, Selbststudium, Frontalunterricht). Informationen zu IMS LD sind unter folgenden Adressen des IMS zu finden:
Laut PUPPE (2003) existieren bei der Erstellung von Lerneinheiten verschiedene Ebenen von Standards:
In einer erweiterten Darstellung (siehe auch KLEBL 2003) könnte sich der Aufbau einer Unterrichtseinheit basierend auf den Spezifikationen IMS LD und IMS CP wie folgt ergeben:
Bei einem Einsatz von XML in mediengestützten Bildungsprozessen unterscheidet Lucke (2002) auf sehr ähnliche Weise drei verschiedene Bereiche:
Die Trennung des didaktischen Überbaus (IMS LD) von der Strukturierung der gesamten Lerneinheit (Resource Element in IMS CP) läßt eine separate Betrachtung und Bearbeitung dieser beiden Einheiten zu. Abbildung 1 zeigt die Zusammenhänge in einer grafischen Form. So ist es auch vorstellbar mit einem vorgefertigten didaktischen Template (IMS LD) unterschiedliche Lerninhalte mit ihren physikalischen Dateien (IMS CP) abzubilden. Gewisse Änderungen (z. B. Attributwerte innerhalb des IMS LD-Teils) müssten allerdings an der so entstandenen Lerneinheit vorgenommen werden.
Abbildung 1: Einbindung einer Unit of Learning in die IMS Content Packaging Struktur (IMS LD 2003 b) Auch das centre for educational technology interoperability standards (CETIS) bietet unter http://www.cetis.ac.uk/content/20021008012855 weitere Informationen. |