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Quellen

 

 

IMS LD: [ Information Model ] Best Practise and Implementation Guide ] Beispiele ] Literatur ]

IMS Learning Design Information Model (IMS LD 2003 b)

Ziele der Learning Design Specifikation:
  • Vollständigkeit (Beschreibung eines gesamten Lehr-Lernprozess in einer Lerneinheit (unit of learning) inklusive Lernende und Lehrende mit eingesetzten Ressourcen und Diensten, auch Lernprozesse von Einzelnen und Gruppen)
  • didaktische Flexibilität (Möglichkeit verschiedene didaktische Varianten abzubilden)
  • Personalisierung (Dossier)
  • Formalisierung (für automatisiert Verarbeitung)
  • Reproduzierbarkeit (wiederholtes Ablaufen mit z. B. anderen Personen)
  • Interoperabilität (zwischen verschiedenen Lernentwürfen)
  • Kompatibilität (IMS Content Packaging, IMS Question and Test Interoperability, IMS/LOM Meta-Data, IMS Simple Sequencing.)
  • Wiederverwendbarkeit (in anderen Lerneinheiten)

Das Informationsmodell des IMS LD erscheint in drei aufeinander aufbauenden Stufen (Level A, B, C).  Sie spiegeln die steigende Komplexität der Anforderung an eine Implementierung wieder. Level C beinhaltet Level A und B. Level B beinhaltet Level A. Alle drei Level sind in verschiedenen XML-Schema-Dateien fixiert.

Abbildung 1 zeigt die Einbindung einer Unit of Learning in die IMS Content Packaging Struktur. In ein IMS CP Paket wird IMS LD eingebunden. Der didaktische Überbau (in Abbildung 1 Organizations: Learning Design, Implementierung in IMS LD, Element <unit of learning>) kann von den physikalischen Dateien (in Abbildung 1 Physical Files, Implementierung in IMS CP, Element <resources>) getrennt werden.

Abbildung 1: Einbindung einer Unit of Learning in die IMS Content Packaging Struktur (IMS LD 2003 b)

In IMS LD wird Design als ein Plan zur Umsetzung eines Lernprozesses in ein Lernszenario verstanden. Ein Lernszenario kann als eine Darstellung einer Lernsituation angesehen werden (KLEBL 2003).

Abbildung 2 zeigt die Elemente eines IMS Content Package, in der eine unit of learning (in Abbildung 2 learning design) eingebunden ist (IMS LD 2003 c). Dieses Paket kann als eine Einheit in eine Lernplattform importiert werden.

manifest
   metadata
   organizations
      learning-design
   resources
   manifests (submanifests of included packages)

Abbildung 2: Elemente eines IMS Content Package (IMS LD 2003 c)

Die wichtigsten Elemente der Learning Design Spezifikation (IMS LD 2003 c) finden sich in Abbildung 3.

learning-design
   title
   learning-objectives
   prerequisites
   components
      roles
         learner*
         staff*
      activities
         learning-activity*
            environment-ref*
            activity-description
         support-activity*
            environment-ref*
            activity-description
         activity-structures*
            environment-ref*
      environments
         environment*
            title
            learning objects*
            services*
            environment-ref*
            metadata
    method
      play*
         act*
            role-parts*
               role-ref
               activity-ref
    metadata

Abbildung 3: Die wichtigsten Elemente der Learning Design Spezifikation (IMS LD 2003 c)

In Level A (Abbildung 4) werden die wesentlichen Bereiche des didaktischen Szenarios in IMS LD eingeführt. Die Elemente role und activity weisen darauf hin, dass nicht bloß Lerninhalte, sondern auch Rollen und Aktivitäten von Lernenden und Lehrenden integriert werden. Damit kann ein geplanter Ablauf von Interaktionen im Lehr-/Lernprozess (Work-Flow) formal beschrieben werden.

Abbildung 4: konzeptionelles Modell von Level A (IMS LD 2003 b)

 

Abbildung 5 zeigt die Learning Design Elemente des Level A.

Abbildung 5: Learning Design Elemente des Level A (IMS LD 2003 b)

Als zwei weitere Bereiche in einem didaktischen Szenario werden in Level B (Abbildung 6) property und condition eingeführt. Property stellt dabei Eigenschaften eines Lernenden dar, die man sich als ein Portfolio oder Dossier vorstellen kann. Vorwissen, Lernpräferenz, Testergebnisse, Zertifikate oder individuell erstellte Dokument sind einige Beispiele. Conditions sind Bedingungen, die den Lernprozess steuern können. Erst wenn z. B. erfolgreich ein Test bestanden ist, können andere Bereiche einer Lerneinheit aufgerufen werden.

Abbildung 6: konzeptionelles Modell von Level B (IMS LD 2003 b)

In Level C (Abbildung 7) wird das Element notification eingeführt. Dabei handelt es ich um Benachrichtigungen, die zur Laufzeit zwischen den verschiedenen Rollen oder dem Lernsystem ausgetauscht werden können. Somit könnten z. B. Plan- und Rollenspiele (siehe IMS LD 2003 c) umgesetzt werden.

Abbildung 7: konzeptionelles Modell von Level C (IMS LD 2003 b)

 

Abbildung 8 zeigt die semantische Gruppierung der Ebenen im Learning Design Level C.

Abbildung 8: semantische Gruppierung der Ebenen im Learning Design Level C (IMS LD 2003 b)