LMML

Start

XML

Namespace

XSL

DTD

Schema

Standardisierung

IMS LD

EML

LMML

Akronyme

Quellen

 

 

Sehr ausführliche Informationen zu Learning Material Markup Language (LMML) sind unter http://www.lmml.de/ zu finden.

Unter http://www.lamp-bayern.de/ wird LMML wie folgt beschrieben (siehe auch http://www.lamp-bayern.de/tp4/tp4.html):

  • Modularisierung von Lehrmaterial
  • Verteilte, kooperative Entwicklung von Lehrmaterial
  • Wiederverwendung von Lehrmaterial
  • Personalisierung von Lehrmaterial
  • Ausgabe von Lehrmaterial auf unterschiedlichen Zielmedien

Die Learning Material Markup Language stellt ein Framework für die XML-basierte Auszeichnung von Lehrinhalten dar. Mit LMML-CS wurde eine Instanz davon speziell für Lehrinhalte der Informatik geschaffen. Sie bildet die Basis für die Entwicklung von Lehrinhalten im Teilprojekt 2 aber auch in anderen Teilprojekten, sowie in benachbarten Projekten wie dem NELLI-Projekt. Lehrinhalte bestehen dabei aus einzelnen Modulen, die selbst wieder andere Module enthalten können und mit anderen LMML-Modulen unterschiedlich assoziiert sein können. Das allgemeine Modell kennt hier beispielsweise Assoziationen des Typs definiert oder illustriert. Die kleinsten Inhaltseinheiten in dieser Modul-Hierarchie sind sogenannte Inhaltsmodule (ContentModules), z.B. Definition, Motivation oder, Informatik-spezifisch, Formel, Algorithmus, Satz und Beweis. Diese können inhaltlich selbst in Form von Listen oder Tabellen strukturiert sein und enthalten letztlich statische oder dynamische Medienobjekte (MediaObjects), beispielsweise Bilder, Animationen oder Text, die über eine offene Plug-in-Schnittstelle eingebunden werden.

Modularisierung von Lehrinhalten

Ein Themengebiet kann damit in Module beliebiger Granularität strukturiert werden. Diese LMML-Module können dann flexibel wiederverwendet werden, angefangen bei Medienobjekten wie Bildern, Sound, Animationen über Inhaltsmodule wie Motivationen, Definitionen, oder einfache Textabschnitte, bis hin zu Kursabschnitten, Kurskapiteln oder ganzen Kursen. Hierzu wurde im Rahmen des Teilprojektes 2 ein Mechanismus ähnlich  XML Inclusions (XInclude) Version 1.0 entwickelt, mit dem Module in andere Module eingebunden werden. Zur Referenzierung von Modulen kommt dabei ein weiterer Standard, XML XPointer, zum Einsatz. Damit können beispielsweise zielgruppengerechte Beispiele und Übungen in verschiedenen Lehrmaterialien verwendet werden oder mit einer einzigen Anweisung alle Definitionen eines Kurses zu einem Glossar zusammengefasst werden (vgl. Lehrmaterial im Teilprojekt 2).

Passauer Knowledge Management System

  • Web-basiertes Nutzerinterface
  • Einfache Installation
  • Leichte Konfigurierung für unterschiedliche Einsatzgebiete
  • Individuelle Anpassung von Inhalt, Struktur und Navigation
  • Relationale Speicherung von XML-Dokumenten
  • Mehrdimensionale Anfragemöglichkeiten
  • Cross-Media-Publishing

Das Passauer Knowledge Management System (PaKMaS) ist ein plattformunabhängiges, modulares Softwaresystem, das die Vorzüge von datenbank-basiertem XML-Contentmanagement und adaptiven Hypermedia-Systemen vereint.

Bislang war es bereits möglich, LMML-Inhalte in unterschiedlichen Ausgabeformaten wie gedruckten Skript (PDF), statischem HTML oder als adaptierbaren Kurs im Passauer Knowledge Management System (PaKMaS) zu veröffentlichen. Hierbei waren die Personalisierungsmöglichkeiten allerdings durch PaKMaS fest vorgegeben.

Werkzeuge

Im Rahmen des Teilprojektes 2 wurde eine Möglichkeit geschaffen, nicht nur die Inhalte an unterschiedliche Benutzergruppen anzupassen, sondern die Lernumgebung, d.h. PaKMaS selbst. Hierzu nutzen die Dozenten sogenannte Publikationsdokumente. Diese sind XML-basiert, von der für die Inhalte verwendeten Auszeichnungssprache unabhängig und erlauben mit standardisierten Mitteln die einfache Beschreibung

  • welcher Inhalt dem Lernenden präsentiert wird (Inhalt),
  • wie der Inhalt dem Lernenden präsentiert wird (Layout),
  • welchen Umfang das Inhaltsverzeichnis hat (Navigation),
  • wie der Lernende den Inhalt individuell anpassen kann (Personalisierung) und
  • welche Anfragen der Lernende stellen kann (Anfragen).
Um Personalisierung und v.a. mehrdimensionale Anfragen geeignet unterstützen zu können, wurde für PaKMaS eine relationale Speicherung von XML-Dokumenten implementiert, deren Konzepte in der Forschungsgruppe entwickelt wurden. Damit können beliebige XML-Dokumente insbesondere aber Publikationen und die publizierten LMML-Lehrinhalte in einer herkömmlichen relationalen Datenbank (RDBMS) gespeichert werden.

Studierende können nun in einer auf sie zugeschnittenen Lernumgebung jeweils im Rahmen der Vorgaben in den Publikationen die Auswahl der Inhalte genauso beeinflussen wie die Auswahl zielgruppengerechter Beispiele, Übungen, Bemerkungen etc. aus Lernszenarien. Sie können auf unterschiedlichen Gliederungsebenen durch das Material navigieren oder ggf. über ein Glossar eine andere Sicht auf das Material erlangen. Weitere Sichten lassen sich schliesslich durch mehrdimensionale Anfragen gewinnen, beispielsweise durch Auswahl aller Beispiele mit bestimmten Eigenschaften.

Die Verwendung von PaKMaS als Einzelplatzsystem stellt mindestens folgende Systemanforderungen:

  • Pentium III 600 MHz; empfohlen: 800 MHz
  • 128 MB; empfohlen: 256 MB
  • 20 MB freie Festplatte
  • Win98 oder Win 2000
  • Internetexplorer 5.5
Die PaKMaS-Distribution umfasst u.a. auch Software aus dem Apache XML FOP Projekt und dem Apache Jakarta Projekt, sowie das Sun Java 2 Runtime Environment Plugin. Autoren und Dozenten benötigen darüberhinaus zum Erstellen von Publikationen und LMML-Inhalten einen herkömmlichen XML Editor.

 

Herr Pawlowski beschreibt LMML wie folgt: "Die LMML (Learning Material Markup Language) ist eine Auszeichnungssprache zur Strukturierung von einzelnen Lerninhalten bzw. Lernmaterialien. LMML wurde im Rahmen des Forschungsprojekts PaKMaS (Passauer Knowledge Management System) an der Universität Passau entwickelt (PaKMaS 2001). LMML ist eine XML-Applikation zur Repräsentation des Inhalts und der Struktur von Lernmaterialien. Lernmaterialien werden in LMML durch Sektionen strukturiert und um Inhaltsobjekte ergänzt, die sich in Strukturobjekte (Listen, Tabellen) und Medienobjekte (Text, Sound, Image, Animation) gliedern. Einem Inhaltsmodul wird jeweils eine semantische Charakterisierung (Motivation, Definition, Paragraph, Illustration, Beispiel, Übung, Bemerkung) zugeordnet. LMML wurde bereits um semantische Auszeichnungen für eine Anwendung in der Informatik erweitert. Durch die Verwendung dieser Objekte können einfache Lerneinheiten übersichtlich gegliedert werden. (Süß, Freitag 2001) betonen, dass die Verwendung unterschiedlicher Unterrichtsmethoden unterstützt wird. Die Durchführung verschiedener Unterrichtsformen wird implizit modelliert, d. h., es werden unterschiedliche Darstellungsformen verwendet. Diese Art der Auszeichnung eignet sich für die Präsentation von Inhalten und gibt eine intuitive Übersicht über die semantische Struktur eines Dokuments, dennoch lassen sich keine umfangreichen didaktischen Methoden modellieren und komplexe Benutzeranpassungen vornehmen. Daher ist der Wirkungsbereich ohne Erweiterungen durch Metadaten oder andere Standards eingeschränkt."

LMML-Beispiele: