Erstellen von LMML-Dateien mit MS Word 2003

 

Download der LMML-Schema-Dateien. 1

Anpassen der LMML Text.xsd Schema-Datei 2

Einbinden der LMML-CS.xsd Schema-Datei 3

Aufgabenbereich einrichten. 4

Allgemeines zur Erstellung von LMML Dokumenten. 6

Einfaches Beispiel 7

Weitere Softwareprodukte. 17

 

Download der LMML-Schema-Dateien

 

Document Type Definitions (.dtd) werden in Word 2003 nicht unterstützt (nur Schemas).

 

Nach dem Download und Entpacken der LMML-Schema-Dateien (siehe http://www.lmml.de/download/LMML11-CS-Schema.zip) müssen alle .xsd Dateien (xsd = XML schema definition) in einem Ordner ablegt werden (Abbildung 1). Alle weiteren entstehenden oder zu verwendenden Dateien sollten am Schluss ebenfalls in diesem Verzeichnis liegen (Abbildung 17). Sie stehen alle zum Download zur Verfügung (Download).

 

Abbildung 1: Verzeichnis mit allen entpackten LMML-Schema-Dateien

 


Anpassen der LMML Text.xsd Schema-Datei

 

Für Word 2003 muss zuerst in der LMML Text.xsd (Download aller Schema-Dateien unter http://www.lmml.de/) eine Anpassung vorgenommen werden. Ansonsten erhält man in Word 2003 nach dem Einbinden der LMML-CS.xsd Schema-Datei folgende Fehlermeldung:

 

file:///C:/Dokumente und Einstellungen/wast/Lokale Einstellungen/Anwendungsdaten/Microsoft/InfoPath/bb9aafae16aa431e/LMMLText.xsd#/schema/element[7][@name = 'LMMLtext']/complexType[1]

Ungültige derivation by-Beschränkung des Teilelements.

Basistyp : '{http://www.lmml.de/LMML-CS}typ_mediaobject'

Abgeleiteter Typ : ''

 

Nach dem Öffnen der LMML Text.xsd sucht man das Element LMMLtext auf und löscht die rot markierten Teile. Danach die Datei speichern und schließen.

 

<xs:element name="LMMLtext" substitutionGroup="sgrp_mediaobject">

            <xs:complexType mixed="true">

                        <xs:complexContent mixed="true">

                                   <xs:restriction base="typ_mediaobject">

                                               <xs:choice minOccurs="0" maxOccurs="unbounded">

                                                           <xs:element ref="sgrp_mediaobjectintext"/>

                                                           <xs:element ref="sgrp_intext"/>

                                               </xs:choice>

                                   </xs:restriction>

                        </xs:complexContent>

            </xs:complexType>

</xs:element>

<xs:element name="referencesLink" substitutionGroup="sgrp_intext">

<xs:element name="citesLink" substitutionGroup="sgrp_intext">

<xs:element name="externalLink" substitutionGroup="sgrp_intext">


Einbinden der LMML-CS.xsd Schema-Datei

 

Nach der Anpassung der LMML Text.xsd kann die LMML-CS.xsd über

  1. Menü Extras
  2. Vorlagen und Add-Ins
  3. Registerkarte XML-Schema
  4. Schema hinzufügen
  5. LMML-CS.xsd auswählen

eingebunden werden (Abbildung 2).

 

Abbildung 2: Einbinden der LMML-CS.xsd

 


Aufgabenbereich einrichten

 

Über Menü Ansicht -> Aufgabenbereich kann auf der rechten Bildschirmseite der Aufgabenbereich etabliert werden. Nach dem Auswählen von XML-Struktur (Abbildung 3) werden im Aufgabenbereich die auswählbaren LMML Elemente angezeigt.

 

Abbildung 3: Aufgabenbereich mit XML-Struktur

 


Wird die XML-Struktur mit den LMML-Elementen nicht angezeigt, muss über Vorlagen und Add-Ins das Kontrollkästchen bei den verfügbaren XML-Schemas abgehakt und mit OK bestätigt werden (Abbildung 4).

 

Abbildung 4: Aktivieren der eingebundenen LMML-CS.xsd


Allgemeines zur Erstellung von LMML Dokumenten

 

Anfangs ist es sinnvoll ein Inhaltverzeichnis des zu veröffentlichenden Stoffes zu erstellen.

 

Grundsätzlich können alle Inhalte in eine einzige Datei abgelegt und sukzessive LMML-Elemente zugewiesen werden. Es sollte allerdings bei umfangreicheren Inhalten geprüft werden, ob die Inhalte nicht besser in eigene separate LMML-Dateien abgelegt werden sollten. Als Vorgabe, welche Dateien mit welchem Inhalt erstellt werden, könnte das Inhaltsverzeichnis der Vorlage dienen. Jeder Inhaltsverzeichniseintrag würde dann eine LMML-Datei wiederspiegeln. Der Dateiname kann von der Kapitelbezeichnung übernommen werden. Umlaute, Leerzeichen und Sonderzeichen sollte man vermeiden.

 

Nachdem der Text eingegeben oder in das Word-Dokument kopiert wurde, werden den Textteilen die gewünschten Elemente per Doppelklick auf den Elementnamen im Aufgabenbereich zugeordnet.

 

Hinweise zum Einsatz von LMML-Elementen bieten http://daisy.fmi.uni-passau.de/pakmas/lmml/11/doc/de/html/ und http://orworld.upb.de/deliverables/wp5/authors/lmml/instructions/0000_anleitung/html/index_anleitung.html.

 


Einfaches Beispiel

Anhand eines einfachen Beispieles wird eine LMML Datei mit Text und Bild erstellt (Abbildung 5).

 

Abbildung 5: Beispiel einer LMML-Datei

 

Man erstellt eine neue Word-Datei und trägt (kopiert) den Fließtext ohne Überschrift in diese Datei ein.

 

Ist, wie unter Einbinden der LMML-CS.xsd beschrieben, die Schema-Datei eingebunden, kann das Wurzelelement ohne markieren eines Textteiles dem gesamten Text zugewiesen werden. Ein Doppelklick auf das lmml-Element im Aufgabenbereich und ein anschließendes „Für gesamtes Dokument übernehmen“ reicht aus (Abbildung 6, Abbildung 7).

 

Abbildung 6: Zuweisung des Wurzelelementes LMML

 

 

 

Abbildung 7: Zuweisung des Wurzelelementes lmml

 

Anschließend können nacheinander die Elemente section, paragraph und lmmltext zugewiesen werden (Abbildung 8). Das Symbol (x in einer gelben Raute) unter „Elemente im Dokument“ (Aufgabenbereich) und die violette vertikale Linie am linken Textrand verschwinden, sobald ein gültiges Dokument vorliegt. Dabei wird das Auftreten der verwendeten Elemente gegen das LMML-Schema geprüft. Im rechten unteren Bereich der XML-Struktur (Aufgabenbereich) werden nur die Elemente angeboten, die an dieser Stelle laut LMML-Schema erlaubt sind (insofern die Standardeinstellung nicht geändert wurde).

 

Durch den Einsatz von Makros kann die Zuweisung der verschiedenen Elemente erleichtert werden.

Abbildung 8: Gültiges LMML-Dokument

 

Damit die Überschrift automatisch durch die vorgefertigte XSL-Datei eingefügt werden kann, muss dem section-Element das Attribut title zugewiesen werden. Klickt man mit der rechten Maustaste im Aufgabenbereich unter „Elemente im Dokument“ auf das section-Element, wird im Kontextmenü Attribute sichtbar (Abbildung 9).

Abbildung 9: Veränderung der Attribute des section-Elementes

 

 

Durch das Eingeben des gewünschten Wertes unter „Wert:“ und durch das Auswählen der Schaltfläche „hinzufügen“, werden die ausgewählten Attribute und ihre Werte fixiert (Abbildung 10). Der Wert des title-Attributes wird durch die vorgefertigte XSL-Datei als Überschrift, der Wert des Attributes label (kann) als Zieladresse eines Hyperlinks ausgegeben (werden). Fährt man mit dem Mauszeiger über ein Element in der XML-Struktur (Aufgabenbereich), sind die Attributwerte in einem gelben Tooltip-Fenster zu sehen.

 

Abbildung 10: Belegung der Werte der Attribute label und title (Element section)

 

Will man ein Bild einfügen, muss zuerst die Stelle im LMML-Dokument ausgewählt werden. Klickt man z. B. hinter das Ende des Elementes paragraph und bindet einen neuen paragraph ein, kann an dieser Stelle das Element image per Doppelklick hinzugefügt werden. Mit der rechten Maustaste auf das Element image im Aufgabenbereich (Abbildung 11), ist es danach möglich das Attribut uri für die Pfadangabe zur Bilddatei auszuwählen (Abbildung 12).

 

Abbildung 11: Attributbelegung des Elementes image

 

Abbildung 12: Zuweisung einer Pfadangabe im Attribut uri des Elementes image

 

Die XSL-Datei übernimmt allgemein die gesamte Anzeige und Formatierung der Inhalte. Z. B. wird lmmltext mit einem einfachen Zeilenumbruch (br-Tag in HTML), paragraph mit einem Absatz (p-Tag in HTML) umgesetzt.

 

Ist die Datei fertig, kann sie unter Menü Datei -> Speichern unter (Dateityp XML-Dokument) als XML Datei gespeichert werden. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Option „Nur Daten speichern“ aktiviert ist (Abbildung 13). Ansonsten werden unerwünschte WordML-Informationen dem XML-Dokument beigefügt.

 

Abbildung 13: Word-Dokument als XML-Datei abspeichern (aktivierte Option: Nur Daten speichern)

 

Die erscheinende Warnmeldung (Abbildung 14) muss mit „Weiter“ bestätigt werden.

 

Abbildung 14: Warnmeldung beim Abspeichern eines Word-Dokumentes als XML-Datei mit aktivierten „Nur Daten speichern“

 


Zum Abschluss muss der von Word 2003 generierten LMML-Datei noch der Pfad zur formatierenden XSL-Datei mitgegeben werden. Zusätzlich sollte man das Wurzelelement lmml um den XML-namespace für Schema-Instanzen und die Pfadangabe zur LMML-CS.xsd erweitern. Öffnet man die XML-Datei im Texteditor (z. B. Notepad) sollten die Word 2003 Angaben

 

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" standalone="no"?>

<lmml version="-//DE.UNI-PASSAU.DAISY//XSD LMML-CS 1.1//EN" xmlns="http://www.lmml.de/LMML-CS">

 

durch

 

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>

<?xml-stylesheet type="text/xsl" href="layout.xsl"?>

<lmml xmlns:xsi="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance" xsi:schemaLocation="http://www.lmml.de/LMML-CS LMML-CS.xsd" xmlns="http://www.lmml.de/LMML-CS">

 

ersetzt werden. Die „Suchen und Ersetzen“-Funktionalität (über mehrere Dateien hinweg) verschiedener Programme kann in diesem Zusammenhang zur Anpassung der entstandenen Dateien eingesetzt werden.

 

Der Quelltext der endgültigen LMML-Datei ist in folgender Abbildung 15 festgehalten.

 

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>

<?xml-stylesheet type="text/xsl" href="layout.xsl"?>

<lmml xmlns:xsi="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance" xsi:schemaLocation="http://www.lmml.de/LMML-CS LMML-CS.xsd" xmlns="http://www.lmml.de/LMML-CS">

            <section title="Bodenschutz" label="sec-bodenschutz">

                        <paragraph>

                                   <LMMLtext>Durch ihre intensive und tiefe Durchwurzelung fe-stigt die Waldbestockung den Boden (Abb. 2). Damit und durch die Wasserpumpwirkung des Bestandes werden Muren, Hangrutschungen, Ober-flächenabtrag und andere Erosionsvorgänge ver-hindert oder zumindest gedämpft. Ohne die bo-denerhaltende Wirkung des Waldes wären unsere Berge auf weiten Flächen blanker Fels und Schutt.

Der Laub- und Nadelabfall trägt wesentlich zur Bildung der Humusauflage bei. Dies ist besonders wichtig auf flachgründigen Standorten, die durch Aushagerung und Humusschwund gefährdet sind [LAATSCH &amp; GROTTENTHALER 1973].

Für den Praktiker ist von besonderem Interesse, in welchem Maße sich Auflichtungen von Berg-waldbeständen auf Oberflächenabfluß und Bodenabtrag auswirken. Die Auflichtung kann dabei durch eine Vitalitätsminderung der Bestände oder auch durch Hiebsmaßnahmen bedingt sein.

                                   <image uri="bodenschutz.jpg"/>

                        </paragraph>

            </section>

</lmml>

Abbildung 15: Quelltext der endgültigen LMML-Datei

 


Liegen in unserem Beispiel die Datei layout.xsl und alle Schema-Dateien im selben Verzeichnis (Abbildung 17), kann die bodenschutz.xml über den Browser aufgerufen und formatiert angezeigt werden. Allerdings muss im Gegensatz bei Verwendung einer DTD bei Verwendung eines Schemas in der layout.xsl zusätzlich ein eigener namespace mit dem Wert http://www.lmml.de/LMML-CS definiert werden. Das Präfix (forstlmml) kann im Rahmen der namespace-Konventionen frei gewählt werden. Abbildung 16 zeigt das root-Element der layout.xsl.

 

<xsl:stylesheet version="1.0" xmlns:xsl="http://www.w3.org/1999/XSL/Transform" xmlns:forstlmml="http://www.lmml.de/LMML-CS">

Abbildung 16: Namespace in der layout.xsl

 

Die bodenschutz.jpg muss in einem Unterverzeichnis bilder (festgelegt in der layout.xsl) abgelegt werden.

 

Abbildung 17: Verzeichnis mit allen Dateien und dem Ordner bilder, in dem sich die bodenschutz.jpg befindet.

 

Alle benötigten Dateien stehen unter folgenden Adressen zum Download oder zur Betrachtung zur Verfügung:

 


Weitere Softwareprodukte

 

Neben MS Word 2003 und MS InfoPath sind auch andere XML-Editoren wie z. B. XMLSpy und XMetal in der Lage LMML Dateien zu generieren.