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Standardisierung im E-Learning |
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Standardisierung:
Im folgenden sind einige Organisationen aufgeführt, die Standardisierungsbemühungen im Bereich e-Learning entwickeln (siehe auch BÖR 2003, Häfele 2002, CEN/ISSS WS/LT 2000, http://www.global-learning.de/). Standardisierungsgremien/"de jure Standards":
Gremien, die Spezifikationen erstellen, die zur Standardisierung an die Standardisierungsgremien weitergereicht oder durch ihre weite Verbreitung mitunter zu "de facto Standards" (z. B. Betriebssysteme Unix, Windows) werden:
Allgemein betrachtet können Spezifikationen von Standardisierungsgremien auf Länderebene oder von übergeordneten Standardisierungsgremien zu Standards erhoben werden. Peter Sloep (2002) schreibt: "Official certification bodies may be found at the national level (NEN, DIN, BSI, ANSI) and supranational level (CEN, IEEE, ISO). Strictly speaking, only after certification of a spezification can one call it a true, i. e. de jure, standard. In some language - such as French, German, Dutch - de jure standards are called norms." So werden z. B. die Vorschläge verschiedener Interessengruppen wie z. B. IMS und PROMETEUS bei nationalen und übergeordneten Standardisierungsgremien eingereicht und für die Standardisierung vorgeschlagen (siehe Abbildung 1). Nach HÄFELE (2002) hat nur das IEEE das Recht Spezifikationen für die Etablierung eines Standards bei den relevanten Organisationen, wie z. B. dem ANSI (American National Standards Institute) einzureichen.
Abb. 1: Verschiedene Interessengruppen und Standardisierungsgremien (verändert nach IMC (2001) und BÖR (2003)) Sinn und Zweck einer StandardisierungVerschiedene Interessengruppen versuchen aus den unterschiedlichsten Beweggründen heraus die Standardisierung eines Produkts zu realisieren. Standards finden sich häufig an Grenzstellen zwischen Systemen. Damit kann sichergestellt werden, dass ein standardisiertes Produkt in ein anderes System eingebunden werden kann. Da z. B. DIN A4 Papierbögen ein bestimmtes Maß haben, kann ein Verlag seine Druckmaschinen auf dieses Maß abstimmen und produzieren. Er muss sich in Zukunft bei der Zulieferung von DIN A4 Papierbögen nicht mehr darum kümmern, ob die Maße geändert wurden und kann sich auf seine eigentlichen Aufgaben konzentrieren. I Mit einer Standardisierung könnten Lerninhalte vergleichbar, austauschbar, von verschiedenen Quellen/Systemen kombinierbar, (auch in Zukunft) kompatibel und wieder verwertbar sein (siehe auch PONGRATZ 2002). Um Weiterentwicklungen nicht zu bremsen, sollte nicht alles bis ins kleinste Details standardisiert werden (KNEBEL 2002). Ablauf einer internationalen Standardisierung im e-Learning Bereich am Beispiel von EMLDer Standardisierungsprozess beginnt von unten. Verschiedene Interessengruppen wie z. B. die Open University of the Netherlands (OUNL) entwickeln und arbeiten im Bereich e-Learning. Viele Aktivitäten beschäftigen sich dabei mit ähnlichen Problemstellungen. Andere (auch kommerzielle) Gruppen könnten auf die entstehenden Standards aufbauen und Software für e-Learning Plattformen, Darstellung von Lerneinheiten (Player) oder Editoren für Lerneinheiten programmieren. Der Nachteil des Standardisierungsprozesses liegt in seiner Langwierigkeit. Besonders im sich schnell wandelnden IT-Bereich kann sich dies als problematisch erweisen. Die OUNL ist mit ihren Forschungen in verschiedenen Gremien wie PROMETEUS, IMS oder CEN/ISSS WS-LT vertreten (siehe Abbildung 1).
Abbildung 1: Ebenen der internationalen Zusammenarbeit im e-Learning Bereich (KNEBEL 2002) Nach SCHULMEISTER (2004) werden Einheitlichkeit oder Standards nur dort benötigt, wo es um den Austausch von Content oder den Transfer von Lerninhalten geht. Weiter führt er aus: "Die Kompatibilität lässt sich mit der Einhaltung von Standards wie IMS oder ADL SCORM für den Export und Import von Inhalten vermeiden. Die großen Hersteller von Lernplattformen arbeiten fast alle zudem in der Open Knowledge Initiative (OKI) mit, die das MIT zusammen mit neun namhaften amerikanischen Universitäten ins Leben gerufen hat und in der APIs für derartige Zwecke und Referenzlösungen entwickelt werden. " Weitere Informationen über Standardisierung im Bereich e-Learning sind z. B. unter http://www.httc.de/nmb/ über den Navigationspunkt Programm zu finden (Workshop: Standardisierung im eLearning, 10./11. April 2002 Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt/Main). |